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Baden-Württemberg liest Luther

Baden-Württemberg liest Luther – und Altbach liest mit!

Ein Abend mit Lesung und Podiumsdiskussion

 

Eine große Zahl interessierter Zuhörerinnen und Zuhörer konnte Pfarrer Weiß am 31. Mai 2017 zu einem besonderen Abend in der Ulrichskirche begrüßen.

In der Vorbereitung auf das Reformationsjubiläumsjahr hat der Kirchengemeinderat der evangelischen Kirchengemeinde Altbach sich für zwei Veranstaltungen entschieden, bei denen eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Themen der Reformation im Zentrum steht.

So war die Lutherschrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ Inhalt und Thema dieses Abends.

Im ersten Teil der Veranstaltung rezitierte der Schauspieler Michael Stülpnagel in eindrücklicher Weise ausgewählte Passagen aus dieser Lutherschrift. Er hatte sich dazu passend die Kanzel der Ulrichkirche ausgesucht.

Nach einer Pause mit kleiner Stärkung und angeregten Diskussionen stellte Dr. Christiane Kohler-Weiß, die Beauftragte der Landeskirche für das Reformationsjubiläum, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion vor. Allesamt bekannte Altbacher Bürgerinnen und Bürger.

Wolfgang Benignus, Dr. Eckhard Barth, Monika Glück und Dr. Ursula Reutter.

Auf die erste Frage: „Wann fühlen Sie sich frei?“ antworteten die vier Gesprächsteilnehmer/innen sehr persönlich und erzählten frei von ihren Erlebnissen und Erfahrungen mit der Freiheit.

Dann tauschte die Runde sich über Luthers Freiheitschrift und sein darin enthaltenes Freiheitsverständnis aus.

Je aus der eigenen Sichtweise des Kommunalpolitikers, des Juristen, der Aktiven im AK Asyl und der Theologin und KGR-Vorsitzenden.

Als für unser heutiges Denken problematisch wurde dabei zum Beispiel die These erachtet, dass die innere Freiheit nicht von äußeren Faktoren abhängig sei.

Politik und Gesetzgebung seien in der Verantwortung, den Rahmen für das Zusammenleben aller Bürgerinnen und Bürger in einem freiheitlichen Staat abzustecken.

Zustimmung erhielt vor allem Luthers zweite These, die den Zusammenhang von Freiheit und Verantwortung in den Blick nimmt.

Als sehr engagierten Bürgerinnen und Bürgern für das Gemeinwesen, im Gemeinderat, im Sportverein, im AK Asyl und in der evangelischen Kirchengemeinde war allen dieser Gedanke nicht fremd, dass der christliche Glaube und die eigene Freiheit dazu drängen, sich anderen Menschen zuzuwenden und sich für das Gemeinwohl einzusetzen.

Freiheit sei eben nicht nur „Freiheit von etwas“, von Zwängen, Terminen und Verantwortung wie sie heutzutage meist verstanden werde, sondern vor allem „Freiheit zu etwas“, zur Hinwendung zum Nächsten und zur Übernahme von Verantwortung.

Nach zweieinhalb viel zu schnell vergangenen Stunden beschloss Pfarrer Weiß den Abend mit dem Dank an alle Teilnehmenden und Vorbereitenden und einem Segen.

 


 

 

 

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